Die kybernetische Gesellschaft: User, Performance und das Göttliche
Ausgangspunkt des Gesprächs ist Florian Kuhlmanns künstlerisches Buch „Die kybernetische Gesellschaft" — ein Traktat in Wort und Bild, das 2021 unter dem Eindruck der Corona-Maßnahmen begann und nun, teils im Dialog mit KI redigiert, im Self-Publishing erschienen ist. Von der Frage nach dem Sinn des Publizierens ausgehend entwickelt Hans Ulrich Reck eine scharfe Diagnose des Niedergangs von Verlagen, Bibliotheken und vor allem der Universität als Idee. Im Zentrum steht die Unterscheidung von Konsument und User: Während der Konsument für seine Subsistenz kämpft, ist der User in Systeme eingebunden, abhängig von zugeteiltem Access — in einer Gesellschaft, in der die Grundprobleme des Überlebens technisch gelöst sind und Ökonomie nur noch als performatives, ritualisiertes Spiel weiterläuft. Anhand von Popstars, Influencern, NFTs und dem „Kick des Erwerbens" diskutieren beide das Performative als Schlüsselkategorie, ehe Elon Musk als ambivalenter Prototyp des Kybernetikers verhandelt wird. Zum Schluss wendet sich das Gespräch der Definition der Kybernetik (Norbert Wiener, Steuerung zweiter Ordnung) und Kuhlmanns Konzept des Menschen als Interface zwischen Welt und Spiritualität zu — was in eine Auseinandersetzung über Metaphysik, negative Theologie und die Wiederkehr Gottes mündet.
Inhaltsübersicht
- 00:00:00 Entstehung des Textes
- 00:03:30 Verlage und das Ende des Buchlesens
- 00:05:00 Die Zerstörung der Universitäten
- 00:08:00 Woher kommt das Wissen? Bibliotheken, schrumpfende Etats und Norbert Wiener als philosophischer Ursprung der Kybernetik.
- 00:10:30 User versus Konsument
- 00:15:00 Wer verteilt die Rechte? Über autopoietische Systeme, Wertigkeit statt Willkür und die offene Steuerungslogik.
- 00:19:00 Subsistenz gelöst, Leben als Spiel
- 00:22:30 Popstars, Influencer und die Performance-Ökonomie
- 00:28:00 NFTs und der Erwerb als Performance
- 00:34:00 Performance-Kunst
- 00:38:00 Ökonomie als Ritual und phantasmatisches System
- 00:43:00 Elon Musk als Prototyp des Kybernetikers
- 00:51:00 Was heißt kybernetische Gesellschaft? Wiener, Steuerung zweiter Ordnung und der Mensch als bleibender Impulsgeber der Systeme.
- 00:56:00 Der Mensch als Interface, Spiritualität und das Göttliche
Transkript
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So Aufnahme läuft gut. Wir sitzen am acht und zwanzigste Januar zwei tausend sechs und zwanzig, mittlerweile schon abends gegen zwanzig uhr im Dunkeln. Natürlich, es ist ja Winter. Florian Kuhlmann und ich an der Antwerpener Straße in Köln und reden wieder mal eine Runde.
Und heute soll es sein Über die kybernetische Gesellschaft und ein künstlerisches Buch. Traktat, Manifest in Wort und Bild. Ich weiß nicht, Du hast was vorbereitet, hast eintreten, Statement oder Nein, ich könnte erzählen, ich kann ja mal erzählen, wie es dazu kam. Zum Beispiel.
Also also der Text ist entstanden zwei tausend ein und zwanzig, geprägt unter dem Eindruck der Corona Maßnahmen. Da ist so der erste Text entstanden. Irgendwie zu Hause im Homeoffice oder wo man sich gerade so befand. Und dann kam so die erste Version des Textes.
Die ersten. Ist ja gar nicht lang, es sind ja vierzig Seiten. Groß geschrieben. Mit vielen Bildern kommt man dann auch, ich glaube auf fünfzig oder sowas.
Der erste Teil war irgendwie so zwei drittel und der entstand glaube ich zwei tausend ein und zwanzig unter Corona. Das merkt man auch teilweise in manchen Teilen des Textes. Aber war natürlich so die so eine Initialzündung für die Vorstellung einer kybernetischen Gesellschaft. Und dann habe ich den Text lange Zeit ruhen lassen.
Ich habe ihn noch ein paar Leuten gezeigt, aber irgendwie gab es da keine große Resonanz. Und dann habe ich den aber irgendwann jetzt Anfang des Jahres gedacht Komm, jetzt setzt ihr noch mal zusammen und packst ein paar Bilder da rein. Und dann habe ich den mit mit der KI natürlich im Dialog redigiert und bearbeitet. Und das war eigentlich schon.
Also der Prozess war schon, war schon ziemlich gut, weil ich eigentlich bin ich durch den durch den ganzen Text durch und habe immer so eine Seite genommen oder sowas. Hab die dann bei GPT rein und mir gesagt. Die Aufgabenstellung war immer machen wir einmal Rechtschreibung, Kommata raus und machen wir gegebenenfalls noch eine verbesserte Variante oder Vorschläge. So und so bin ich dann durch den Text durch.
Und das hat eigentlich sehr gut geklappt. Und dann bin ich irgendwann bei der Hälfte des Textes habe ich dann gefragt Wie findest du denn den Text eigentlich? Und das war schon, das war schon ziemlich spannend. Das war auch schon ziemlich gut, weil die, die ähm, das Verständnis des Textes erstaunlich gut gewesen ist.
Ähm, es ging auch so darum, dann welche Bezüge da drin sind und so was. Und ich habe ja keine expliziten Referenzen drin und es gibt da keine Zitatnoten oder so, keine Zitiernoten oder sowas. Und das hat schon ziemlich gut schon ziemlich gut erkannt, in welchem Kosmos sich das so bewegt. Das war schon mal eine ganz interessante Erkenntnis.
Und dann warte ich. Irgendwann wird es den Text noch irgendwie anders schreiben. Und das will ich nicht vergessen. Das hatte ich.
Zwischenzeitlich hat den zweite, das zweite Drittel, das letzte Drittel geschrieben und dann hatte ich irgendwie sowas. Wie findest du den Text so? Und dann meinte er auch ziemlich gut so ja, also das da ist ein komischer Bruch drin zwischen dem zweiten, dem ersten Drittel. Also auch die auch die zeitliche, die die ab da waren einfach ein Abstand dazwischen.
Und ist also sehr gut erkannt. Also ich muss sagen, es war Es war dann eben schon die kybernetische Gesellschaft, in der ich da gearbeitet habe und dann habe ich immer dann das war die Vorgeschichte zu der ganzen Entstehungsgeschichte und dazwischen liegen auch drei Jahre, also vom Beginn bis zum Ende. Da ist die Pointe, die kam dann erst zum Schluss, die kam dann, da war so ein bisschen Entwicklungszeit dazwischen und dann habe ich gesagt, okay, jetzt habe ich es mal auf Amazon im Self Publishing rausgebracht, jetzt ist es zumindest mal erhältlich gucken. Aber eigentlich müsste man mal gucken, ob ich es vielleicht auch noch mal irgendwie in den Verlag schicke oder sowas.
Aber das fehlt mir auch schon mal die Zeit. Gut. Ja, Verlage gibt es ja nicht mehr. Verlage sind ja nur noch Vorwände für kulturelles Prestige, das finanziert wird meistens von Erbschaften, von Gattinnen von Verlegern oder durch Ausbeutung von Mitarbeitern.
Also Verlage gibt es eigentlich nicht mehr im eigentlichen Sinne. Das ist vorbei. Denn wer soll, wer liest denn eigentlich noch Bücher? Meine ich jetzt nicht irgendwelche Textfolgen, Nachrichten oder was weiß ich dann?
Wer liest Bücher? Das ist ja nun, das fängt ja schon gut an das Gespräch. Ich weiß es wieder mal mit diesem Hinweis, dass ich mir vieles habe vorstellen können in den letzten Jahrzehnten und bei vielem ja auch zur Kenntnis nehmen muss, dass es keinerlei Fortschritt gibt und auch keinerlei Fortschritt. Möglichkeit.
Ich spare mir jetzt und uns die Hinweise auf das, was es sein könnte. Aber was ich mir eigentlich nicht vorstellen konnte, ist, dass man tatsächlich die Universitäten zerstört, dass Wahrscheinlich mochte ich mir das auch nicht vorstellen, weil das eigentlich schon meine Welt war. Also nicht, weil ich speziell universitär als Forscher gearbeitet hätte und ja, auch am Rande von Universitäten. Aber ich meine die Idee der Universität.
Ich meine auch mehr als nur die historisch gewachsenen Universitäten der letzten zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig Jahre. Also ich meine eine bestimmte Idee der Universität vorurteilsloses der Wahrheit verpflichtet, des Forschen, Reflektieren, Austauschen, selbstbestimmtes Tun usw all diese Dinge und natürlich auch der Anspruch, dass man recherchiert, wenn man kundig reden will und nicht einfach nur eine Meinung äußert, die natürlich auch statthaft ist. Aber dafür braucht es keine Universitäten, also Universitäten, also eine Sphäre von egalitärem radikalem Denken und Entwicklung von Denkmodellen in verschiedensten Gebieten. Dieses alt europäische, diese alte europäische Errungenschaft, wenn wir von unserem Kulturkreis reden.
Ich lasse die anderen jetzt bewusst mal weg, weil die auch zum Teil anders organisiert sind. Dieses ist ja mit gutem Grund älter als die europäischen Demokratien. Also die freien Universitäten sind älter als die europäischen Demokratien. Das hat man nur nicht so ohne Weiteres zur Kenntnis genommen, was das eigentlich bedeutet und was vor allem, was es bedeutet, wenn man diese Universitäten zerstört und dass man sie durch eine demokratisch legitimierte Politik zerstört unter dem Vorwand der Inklusion.
Weil jeder Mensch gleich wert ist, also einen gleichen IQ hat und natürlich selbstverständlich den besten Universitätsabschluss verdient, schon Kraft, Geburt und ohne Anstrengung. Also muss man schauen, dass man die das Studieren anstrengungslos macht, was aber gar nicht stimmt. Natürlich, auch das funktioniert nicht, Aber man mutet den Menschen nicht mehr zu, dass sie sich selber. Und jetzt nähern wir uns tatsächlich dem, auch dem kybernetischen Thema natürlich.
Denn was ist die Steuerungsgröße? Man mutet den Menschen nicht mehr zu, dass sie selber ihre Interessen steuern, sondern man sagt ihnen, wie das phrasiert ist, wie das orchestriert ist. Es modularisiert, das heißt ein erster Schritt, ein zweiter Schritt und Tritt. Schritt.
Und dabei weiß man doch, dass Von der Komplexität der Philosophie hat man natürlich den letzten Schritt vor dem ersten tun muss, sonst kommt man nirgendwohin. Nämlich eine radikale Frage entwickelt. Und wer hat die Universitäten zerstört? Die Liebe?
Preisfrage. Alle, die, die Inklusion betreiben, also irgendwie Schattierungen zwischen Rot und Grün. Und die sind ja alle rot und grün durch alle Parteien durch. Eigentlich.
Und es besteht ein fataler Konsens, diese Universitäten in Lehranstalten begleiteter Lernprozesse zu verwandeln und umzuformen. Das ist aber was ganz anderes. Und ob es da sinnvoll ist oder ob man das gut machen kann, ist ja noch mal eine andere Frage. Aber Fakt ist, dass ein Student, der ein Buch kauft und das Buch liest, seiner studentischen Karriere natürlich schadet, weil er für die Zeit, die er für anderes nutzen kann und darf, anders nutzen müsste.
Er muss ja nur Teile lesen, und zwar die Teile, die der Professor oder der oder die Maschine. Das ist völlig wurscht ihm zuteilt. Bis dann Und dann hast du es gelesen, dann wirst du abgefragt darüber. Nur das muss er lesen.
Was das eigentlich bedeutet. Ob die Menschen dann noch wissen, was eine Erzählung ist von Kafka oder Thomas Mann, hat ganz schlechte Karten. Natürlich. Also mit ein tausend fünf hundert Seiten Romanen und so usw kommt man da nirgends hin.
Und dieses, diese Tatsache macht alles eigentlich beliebig, alles ist in alles übersetzbar, alles beginnt irgendwo, geht weiter und es muss weitergehen und es muss immer umgeformt werden. Im Grunde ist das, dass das barbarische Prinzip der beliebigen Text Manipulation, unabhängig vom Gedankengang, der entwickelt worden ist, als Referenz das, was man studieren würde. Und dadurch, dass das jetzt an den Universitäten nicht funktioniert, braucht man natürlich auch keine Bibliotheken mehr in dem Sinn. Entsprechend werden die Bibliotheksetats gekürzt.
Entsprechend können die Verlage nicht mehr mit Minimalauflagen kalkulieren. Und entsprechend gibt es dann natürlich nur noch Literatur, die sich rechnet. Und das sind. Deshalb hecheln alle irgendeinem Megaseller hinterher.
Manchmal gibt es in der Philosophie einen, der das große Wort führt und dessen Bücher sich anständig verkaufen. Andere verschwinden drastisch. Ich meine, ich finde es unfassbar, dass ein Ernst Bloch in der Versenkung verschwunden ist. Kein einziges Buch mehr wird mehr gekauft von ihm.
Das war mal ein philosophischer Bestseller vor ein paar Jahrzehnten. Das Prinzip Hoffnung oder was auch immer, also die Floskel bleibt. Aber was das bedeutet, ist weg. Also diese simple Tatsache ging aus von dem, was du sagtest.
Du willst das Buch dann doch noch publizieren? Ja. Wo? Wieso?
Weshalb? Warum? Wie? Und wie gesagt, Verlage gibt es im Grunde nur noch, weil das so wahnsinnig prestigiöses Phänomen eine Rolle spielt.
Und der Druck, Bücher zu produzieren. Das ist so eine unfassbare Narzissmus, der da mitläuft, auch für Autoren. Natürlich kenne ich, genieße das selber, genoss es, habe es genossen, eine große Führungsfigur, aber dementsprechend in der Gesellschaft eigentlich gar nichts mehr. Nichts mehr.
Ich kann, ich rede hier auch wesentlich über Philosophie, Soziologie, Geisteswissenschaften im breitesten Sinne, also Altertumswissenschaften bis zu Sinologie ist völlig wurscht. Ich rede nicht über Naturwissenschaften und ich weiß, dass in der Informatik längst schon. Es gibt ein paar Zeitschriften, da werden Aufsätze publiziert, und wenn ein Fortschritt gemeldet wird, wird das Frühere wird getilgt. Da gibt es immer nur den aktuellen, zugespitzten Zustand einer Erkenntnis.
Das ist ein ganz anderes Prinzip. Da kann man das ja machen. Also dagegen rede ich nicht. Also müssten eigentlich alle Mathematik, Informatik und solche Dinge studieren.
Naturwissenschaften. Da geht das in dieser Weise. Da muss man auch nicht Bücher lesen. Das wäre.
Also Bücher. Also, wo es Lehrbücher gibt, die so einen Eindruck erwecken, sind fast schon schreckenerregende Principle of Science. Zwei tausend Seiten medizinische medizinisches Essenz Wissen. Ich meine, wer will diese zwei tausend Seiten lesen?
Aber das gibt es noch. Aber im Wesentlichen ist das natürlich abgepackt in Einheiten. Das ist auch völlig legitim. Das sind andere Dinge.
Aber diese übergreifende Idee, die sich noch mit Philosophie beschäftigt und noch die Kybernetik hervorgebracht hat als Wissenschaft, das war ja nicht die Naturwissenschaft und nicht die Mathematik. Das war eine Philosophie, inkorporiert in Norbert Wiener. Wenn man seine Schriften liest, seine philosophischen Schriften, die er mit neunzehn geschrieben hat, dann kann man ziemlich genau sehen, woher das kommt und wes Geistes Kind jemand ist mit einem unfassbaren Wissen in Altertum, alten Sprachen usw und natürlich unter anderem dann auch noch Mathematik usw. Aber gut, das sind ja Menschen, mit denen man sich nicht messen kann.
Auch skurrile Gestalten, die dann mit irgendeine eine Bleibe fahren. Im wortwörtlichen Sinne übrigens, weil er hat ja unter den Treppen geschlafen mit Norbert Wiener oder irgendwo war ihm völlig wurscht. Also das ist jetzt so ein kleiner kleiner Überblick über die Tatsache der Frage Woher kommt denn das Wissen? Jetzt kann man sagen, wenn man das jetzt alles in die Maschine einlesen lässt, ist das natürlich gar nicht dumm, weil was gibt es denn für eine andere Referenz des universalen Wissens?
Leute wie Habermas, die sich sehr gut auskennen in vielerlei Dingen und wahnsinnig viel gelesen haben und wahnsinnig viel zusammenfassen können und dessen Philosophie im Wesentlichen auch aus Zusammenfassung besteht. Aber das ist ein anderes Thema und ein gewisses Problem. Das ist Sterben aus, oder Umberto Eco ist schon gestorben. Habermas lebt noch.
Also das sind das sind im Grunde keine keine Referenzen mehr. Also wie soll, wie soll das gehen? Wie soll diese Signalverarbeitung gehen? Und da würde ich dich fragen, was sind deine Erkenntnisse hier aus deinem, aus deiner Arbeit?
Weil du sagst ja, es gibt immer noch die eine Intensität. Ich formuliere es mit eigenen Worten Es gibt so einen Intensitätszustand im Jetzt, da tauscht sich das aus, dann wird das so equilibriert oder allocats gibt dann Allokationen zwischen den Teilnehmern, den Konsumenten oder den Usern, wie sie dann heißen. Was ich interessant finde. Also ein User ist schon ein höherrangiges Wesen als ein Konsument.
Also Konsum und Konsumenten stelle ich mir immer Leute vor, die wirklich was tun und was zu sich nehmen und was, obwohl ich weiß, dass Konsumtion auch was anderes heißt. Aber im Grunde ist das aber User Nutzer. Da muss man mindestens die Gebrauchsanweisung kennen, sonst ist man ja kein User. Also der User kommt dann auch auf eigene Gedanken und das ist interessant.
Oder sehe ich das falsch? Der User und der Konsument unterscheiden sich auf jeden Fall. Der User ist ja Teil des Systems. Der User unterscheidet sich schon mal darin.
Der Konsument. Ja, das müssen wir ja ein bisschen warm werden. Also was ist der User, der User ist ist nicht unabhängig von Systemen zu denken. Das ist vielleicht das erste.
Für den User ist schon mal wichtig, dass der User Access braucht. Das ist also der Konsument kauft nach wie vor. Der Konsument gehört in so eine Konsumgesellschaft rein, die sagen wir mal sehr stark kapitalistisch geprägt ist, in der auch Geld und und und und und Erwerb eine andere Rolle spielen, als sie jetzt in der kybernetischen Gesellschaft hätten. In der kybernetischen Gesellschaft ist ja das grundlegende Paradigma habe ich ja geschrieben, ist also Access.
Der Zugang deutet sich auch zunehmend so ein bisschen mehr an, also es ist ja auch die Frage, sind wir schon drin oder ist es der Anfang oder existiert sie oder wird sie existieren? Aber das Grundlegende ist, dass der User ist ist definiert dadurch, dass er Zugang zu bestimmten Dingen bekommt, zu Systemen, zu Ressourcen und der Zugang, der wird, der wird gewährt oder er wird durch bestimmte Rechte definiert. Der Konsument ist eigentlich so gesehen. Freier erstmal, weil der Konsument, der entscheidet noch wo er hingeht.
Also der kann selbst sagen kann auf geht das Angebot zu. Der User ist eigentlich davon abhängig, dass jemand anderem ihm innerhalb des Systems die entsprechenden Rechte und Privilegien einräumt oder halt auch nicht. Je nachdem. Also der User ist eine andere Kategorie.
Der User ist aber auch gleichzeitig gleicher. Also der User ist ja bisher über die Interfaces miteinander verbunden. Er ist auch. Eigentlich ist er dann.
Wer sind sie alle? Wird man ja nivelliert. Als User sind eigentlich erst mal irgendwelche Endpunkte in diesen Datensystemen und dann ist die Frage, wie differenzieren sich die User aus, ob sie jetzt einen höheren. Ob sie jetzt weiß ich nicht ob dieses ob sie da eigentlich.
In den heutigen Systemen ist der User eigentlich keine elaborierte Gestalt, weil das Systeme sind ja teilweise so doof meint irgendwas werden ja mit jeder Generation zu Generation werden diese Computersysteme ja eigentlich blöder. Also es reduziert sich ja immer weniger Knöpfe und so gesehen ist der User vielleicht auch ein bisschen User hat ja auch was vom von Drogenkonsumenten sind ja auch User, also die User ist ja auch da, steckt ja auch im Drogenkonsum drin. Also eine Abhängigkeit drin. Also finde ich gut, dass man mal drüber nachdenken, ob das vielleicht doch eine elaboriertere Gestalt ist oder eine.
Aber eigentlich ist der User ist auch gleich sehr gleich, der User ist eigentlich keine. Gut, du gibst die umgekehrte Bewertung als das, was ich gesagt habe. Das ist okay. Lass uns dabei bleiben, weil es war ja nur eine heuristische Frage.
Aber, aber was mich interessiert ist, wenn wir also alles vergleichbar den Junkies sind, die auf den Bus warten und auf den Stofflieferanten, wer teilt den zu und wer bemisst denn, was Rechte sind? Und also wie darf man sich das vorstellen? Ja, das ist eine gute Frage, die ich natürlich auch ein bisschen ausspare, weil ich auch. Also nein, ich meine doch natürlich.
Also in der kybernetischen Gesellschaft ist es natürlich irgendwann sind die die autopoietischen Systeme, die die Rechte verteilen, also die gewähren die Rechte. Und ist das willkürlich? Eine gute Frage. Also random mäßig.
Ich würde sagen dringend. Ich würde nicht mit einfach und ist irgendwie. Nein, das glaube ich nicht. Also ich würde sagen, das hat schon.
Es wird schon irgendwie eine Systematik geben, die vielleicht mit einer, mit einem Wertesystem zusammenhängt, das vielleicht noch nicht so richtig klar erkennbar ist. Aber ich würde schon sagen, das ist eine. Das ist nicht random, Also das ist kein ähm, es ist wahrscheinlich irgendwas, was so in so eine, so eine neue Form von es wird schon eine Nützlichkeit haben. Also es wird wahrscheinlich schon irgendwie eine Wertigkeit innerhalb dieser kybernetischen Systemlogik jetzt schon geben.
Das ist kein, kein kein Willkürsystem. Es ist jetzt aber auch nicht unbedingt so, wie die Parameter sind. Das weiß ich nicht, also kann ich dir nicht sagen, Ist vielleicht auch gar nicht final festgelegt, weil sie es immer wieder neu aushandelt. Aber es ist jetzt nicht so, dass die.
Nein, es ist kein. Kein rein willkürliches System. Okay, also, wenn wir versuchen. Das ist jetzt nicht im Zentrum deines Interesses, oder?
Aber gut. Alles hängt damit zusammen. Wenn man eine Charakterisierung vornimmt dieser Figur, da kann man sagen, also Konsument. Ein Konsument braucht Mittel zum Erwerb dessen, was er konsumieren will.
Und dieser Erwerb der Mittel dafür gibt es verschiedene Laufbahnen, verschiedene Möglichkeiten. Und wer viel verdient, kann auch idealiter viel konsumieren, wenn er denn will. Er kann aber auch darauf verzichten. Das ist also relativ klar.
Dem liegt irgendwie noch so was zugrunde wie früher Arbeit, jetzt mindestens spekulatives Glück oder Erfolg beim Einwerben von Revenuequellen, Börsenquotierungen, was weiß ich. Dividenden, irgendetwas, Völlig wurscht. Also Das heißt aber, das Verfügen über Möglichkeiten lässt sich beziffern. Es gibt einen Kontostand.
Irgendwo ist dieses Geld beim Konsumenten und er kann gemäß seiner Potenz konsumieren. Das ist ja beim Juso nicht so, aber trotzdem kann man sagen Als Juso erwerbe ich mir Möglichkeiten, meinen Status auch zu verbessern. Ja, würde ich sagen. Na ja, also das ist ja nicht festgeschrieben, sondern mein Status zu verbessern.
Und wie? Wie würdest du sowas umschreiben, wie wie der Juso da so weiterkommt? Ja, ich glaube, das ist schon. Ja, das ist schon so ein bisschen so das was so in diesem.
Also was man so als auch so in der Popkultur jetzt erlebt, also so starkult und so diese Social Influencer. Ich glaube, das ist schon, das gehört so ein bisschen dazu. Also das ist so, die muss irgendwie muss vielleicht was zu sagen haben, um es entertainen können. Vielleicht irgendwie.
Das läuft eher auf der Schiene. Ich glaube, der Punkt ist der entscheidende Punkt ist eigentlich, dass in der kybernetischen Gesellschaft sind ja irgendwann die sind die. Die Grundfragen der Subsistenz sind irgendwann aufgelöst. Also das ist, das ist sozusagen geklärt.
Und damit wird der Rest eigentlich in so eine Art Spiel umgewandelt. Also es geht nicht mehr darum, Ich muss nicht mehr performen, um. Mich ernähren zu können, um Wärme zu haben oder sonst irgendwas. Also diese Fragen, die sind dann irgendwann auch geklärt, einfach durch eine extrem hohe Maschinisierung und das ist erfolgt und somit wird also dass das andere das wird dann so ein soziales Spiel, also um Reputation, um Ansehen.
Das kann auf verschiedenste Art und Weisen erfolgen. Ähm, also es wird eigentlich alles eher magst du diesen Begriff performativ nicht, aber es ist dann man performt die Dinge aber nicht mehr, damit ich am Ende des Monats mein Salär bekomme, um dann damit die wichtigsten Dinge bestreiten zu können, sondern für die eigene, das eigene Ego, vielleicht auch für die eigene Befriedigung für also eher in dem. Aber das heißt doch auch, dass wir dann doch wieder in einer Klassengesellschaft leben, weil selbstverständlich gilt das nicht für jeden Menschen, was du sagst. Nein, das ergibt immer noch eine weltweite Mehrheit, die über den Status des Konsumenten nicht hinauskommen kann, weil der Konsument wie ich ihn jetzt definiert haben, als jemand, der für seine Subsistenz kämpfen muss, damit er konsumieren kann.
Du sagst, beim User ist das erledigt. Und tatsächlich hat man ja das Gefühl, dass es bestimmte Reichtums Eliten gibt, die sich in dieser, in dieser symbolischen, auf dieser symbolischen Bühne sonnen können und denen dann andere da zustimmen. Wobei die anderen ja nicht die sind, die ihnen also, so viel ich weiß, gegen die Influenza. Nicht das Geld von denen, die Sie als positiv anklicken, sondern von irgendeiner Agentur, die diese positive Zustimmung auswertet und dann die Influenza zahlt.
Also du kannst mich gerne korrigieren. Ich will aber sagen, wieso ich das für wesentlich halte für den Diskurs, den wir führen. Denn es geht ja um die Legitimität von, also Eigentums und Nutzungsrechten und ihrer Übertragung. Also wenn es so sagen wir, die alten Popstars, die alten Popstars haben tatsächlich ihr zum Teil auch Beachtliches.
Das ist heute natürlich nicht mehr so beachtlich wie früher, aber will man das doch? Überaus beachtliche Dimensionen. Mehrere ein hundert Millionen, die die Popstars verdient haben, einfach durch den Verkauf ihrer Platten. Ich lasse jetzt mal die Konzerte weg, die man natürlich dann eben heute gerade nicht mehr weglassen kann.
Jeder einzelne weltweit Millionen, Millionen hat eine Schallplatte gekauft und ein Prozentsatz dieser Schallplatten Erlös geht an die Autoren, also an die Urheber und die Künstler, sagen wir mal die Künstler, die Künstler im Sinne der Urheber. Und wenn sie das auf deren Konto zusammenrechnen, dann werden die reich. So auch bei den Influencern ist es ja nicht mehr so, denn das sind ja nur die. Das sind im Grunde die Plattenverkäufer, die Influencer, die die anpreisen.
Ich habe diese, ich habe diese, ich habe dies und die, die tolle Zahnpasta und so ein bisschen auf ein lächerliches Niveau bringen, dort, wo es nämlich auch anzusiedeln ist. Und wenn die erfolgreich Produkte verkaufen, dann kriegt sie natürlich von diesen Produzenten dieser Produkte Geld. Ja, und das ist aber zum Teil auch auch spekulativ. Und die neuen Popstars, die werden ja nur reich durch die Ausnutzung, also durch die Manipulation, also durch die Modellierung.
Sagen wir es mal etwas neutraler durch die Modellierung eines bestimmten Bedürfnisses von Massen einem Event beizuwohnen. Das ist sozusagen die neue Struktur. Das hat irgendwann begonnen. Ich könnte das historisch auch datieren, also das habe nicht ich erfunden.
Das gibt es seit Ende der sechziger Jahre, gab es vorher so nicht und hat sich inzwischen komplett verselbständigt. Respektive der Zwang hat sich umgedreht. Deshalb gehen die alten Rockstars. Wenn sie ihr Altersheim nicht mehr bezahlen können, müssen sie wieder auf Tournee gehen.
Weil Platten kauft keiner. Sie verdienen nichts mehr. Cover, Versions, Tantiemen. Manchmal aber sind auch nur wenige.
Aber Konzerte gehen eigentlich fast immer. Also Konzerte zu hören, was die Menschen am Ticketpreisen, das ist unfassbar. Das ist Schwachsinn. Funktioniert aber.
Also da müsste man mal nachdenken, was ist das das dann weltweite Community ist? Sich bilden, also faktisch bilden, dadurch, dass sie den Ereignissen beiwohnen. Taylor Swift ist wegen der Dimension nur das transparenteste Beispiel von dem. Es gibt aber natürlich interessantere Beispiele.
Ich kann mich erinnern, dass der von mir hochgeschätzte, als Musiker hochgeschätzte Prince, der dann auch wieder anders hieß und Symbol nur unter gar keinen Namen mehr hatte und dann doch wieder einen Namen hatte. Der hat schon sehr früh seine seine neue Musik verschenkt. Kann mich erinnern, dass er eine mal eine Serie, die wirklich beim Label erschienen wäre, hat er nur produziert in einer Zeitschrift Discourier International. Das ist so eine Wochenzeitschrift, die versammelt die angeblich wichtigsten.
Oft sind auch sehr interessante Artikel aus verschiedenen Sprachen verschiedener Länder bündelt die Macht Übersetzung, indem man ins Französische und da war eine Idee von Prince beigelegt zum Nulltarif wollte kein Geld dafür. Man konnte auch Dinge runterladen und das for free. Und gelebt hat er dann eben nur von den Konzerten, also von diesem und diesem. Diese Verschiebung Jetzt benutze ich doch den Begriff des Performativen, weil ich glaube, ohne den Begriff der Performance geht es nicht.
Denn die Teilhabe ist die, die wirklich Geld bringt. Und die Aufmerksamkeit ist das Performieren und nicht das Editieren und das Produzieren vorher. Das ist eigentlich nur noch für Kunstliebhaber anderen Typs, die an Artefakten interessiert sind, aber nicht am Lebendigen, das sich da so verspricht, obwohl es seriell ist usw. Also das ist absolut noch nicht analysiert von mir.
Es ist nur so ein bisschen benannt, Aber du meinst, das ist ein Phänomen, das für die kybernetische Gesellschaft interessant ist, Weil da wird natürlich zugeteilt Aufmerksamkeit auf beide Seiten, Zugehörigkeit. Es ist alles symbolisch, es läuft alles über Signalleitung und da wäre so ein Paradebeispiel, was ich so in dieser Weise nicht nicht interpretieren würde, wenn es um die älteren Strukturen geht. Ja. Doch, doch.
Also ja, würde ich sagen. Es ist ein Paradigma. Oder doch? Das Performative ist der Begriff ist halt einfach so durchgelutscht.
Das ist. Aber es ist doch das, was glaube ich schon schon relevant ist, auch auf dieses Jetzt ein. Und es ist etwas, was diese diese statisch im Jetzt. Und das ist natürlich etwas, was über die Performance lebt oder über die Performance existiert.
Das ist. Ich war Am Wochenende war ich unterwegs mit einem Freund und der hat einen Wagen, der waren die waren da mit so ein paar NFC Sammlern unterwegs. Wir waren also in Karlsruhe und das war eigentlich war das wirklich spannend und erhellend. Ich jetzt mal so ausgetauscht und weil ich mich auch dafür bisher wenig Kontakt zu Leuten und dann haben wir uns ging es eigentlich sehr viel auch darum, warum man diese NFTs kauft diese, wo es ja auch schon ein ganz eigenartiges, was ja schon ein eigenartiges Eigentumsverhältnis ist.
Ich habe es kurz nach meiner Tochter gezeigt und habe gesagt hier digital, dann kann man das als NFP in. Die erste Frage war von ihr sofort. Ja, aber warum kauft man das denn? Das ist doch sichtbar.
Ich kriege es so, aber nichtsdestotrotz, auch wenn es viel Diskussionen drum gibt, ist das etwas, was Leute fasziniert und was Leute fasziniert und auch dazu animiert, es zu erwerben. So, und was ich festgestellt habe ist ist, dass ganz viel davon ist halt dieser performative Aspekt. Also es geht nicht nur darum, so ein NFP auch jetzt irgendwie auf Knopfdruck zu kaufen, sondern ganz viel, was darum passiert ist, dass es Teil von einer Geschichte wird und dass man zu bestimmten Zeitpunkten irgendwo teilhaben muss und dass man nur zu bestimmten Zeitpunkten etwas kaufen kann. Dann muss es eine Knappheit geben.
Das heißt, man muss auch sehr schnell sein. Und all diese Geschichte, also diese Aspekte sind extrem wichtig in dieser ganzen NWT Sammelgeschichte. So, und das ist jetzt auch wieder ganz interessant, weil jetzt brechen gerade bestimmte Plattformen brechen weg und auf denen man diese Dinger kaufen konnte und damit, da halte ich mich dann mit einem mit einem jungen Mann unterhalten, der auch für die Art Basel aktiv ist und so und der Mai, der ist total blöd, weil wenn diese Plattformen wegbrechen, dann ist zwar dieses NWT nach wie vor irgendwo auf der Blockchain gespeichert, aber die Informationen zur Performance, zum Erwerb des Kaufes verschwinden und dann wird auf einmal deutlich, dass die eigentlich mindestens fast genauso wichtig sind wie die, die das wir nennen. Das Asset Produkt Kunst ist erstmal egal.
Also das Erworbene also. Und das ist ja auch ein bisschen das, was du sagtest, wo du gesagt hast, also eigentlich ist diese diese, diese, diese Performance, dieses Agieren, das ist eigentlich das, was gerade wichtig ist. Und jetzt ist die kybernetische Gesellschaft sehr stark durch diese digitale Kultur geprägt durch das, was da passiert. Und NFTS nehme ich so als Teil, als einen wichtigen Teil davon wahr.
Also ja, und das, was du jetzt gesagt hast, das müsste man noch mal ein bisschen tieferlegen. Aber im Prinzip ja, es geht. Es geht mehr um die Handlungen. Es geht mehr um die Performance.
Es wird. Aber das, was du ja eingangs gefragt hast, ist. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es zwangsläufig die Überwindung der Klassengesellschaft ist. Ich glaube, es wird auch.
In der kybernetischen Gesellschaft gibt es auch bestimmte Formen von Hierarchien durch durch, die sich aber anders definieren. Vielleicht, Also das wäre die also was mir ja klar, auf jeden Fall. Was mir einleuchtet ist, dass diese NWT sehr viel mit diesem Thema zu tun haben, da einen gewissen verdichteten Exklusivität eines spezifischen Vorgangs jetzt. Jetzt schwirrt mir ein Satz durch den Kopf, den ich oder einen Sachverhalt, dass ich mich den Satz Es ist die Beschreibung eines Sachverhalts, den kürzlich mehr jemand dargelegt, aber nicht zum Ersten Mal stammt von einem Theoretiker.
Ich habe eben den Namen vergessen, deshalb kann ich das jetzt nicht als Referenz aufweisen. Und zwar geht er so. Es könnte Bernd Ternes gewesen sein, ich bin aber nicht sicher. Also der das erzählt hat mir.
Oder ein anderer Freund, als man darüber geredet hat, was denn eigentlich die. Was denn? Die ekstatische Qualität, reich zu sein, überhaupt noch beinhaltet. Heutzutage, da hätte man früher gesagt wahnsinnig viel besitzen, Kunstsammlungen usw, aber das ist es nicht mehr.
Laut dieser theoretischen Analyse geht es gar nicht mehr um, dass man etwas erwirbt, sondern es geht nur noch nur noch ausschließlich um das Gefühl einer Lust, etwas zu erwerben, also im Vorgang des Erwerbens. Das Realisierungsmedium oder Objekt ist. Das Erwerben ist vollkommen egal, es ist vollkommen zweitrangig. Und das ist natürlich ein Schlüssel zu den NWT.
Nicht das es dort egal wäre, aber es wird eine künstliche Situation geschaffen, die genau damit zu tun hat. Man kann etwas erwerben, vielleicht zu horrenden Preisen, vielleicht auch nicht. Und dieser Kick, dieser Thrill des Erwerbens, das ist das, was ganz im Zentrum steht. Und das finde ich.
Das kann also auch bei den wirklich Reichen, die alles haben und die sich an nichts mehr erfreuen können, scheint das der einzige letzte Kick zu sein, wirklich nur noch dieses Gefühl, etwas zu erwerben und während des Erwerbens sich das zu vergegenwärtigen, dass man es erwerben kann. Und damit hat sich das Objekt bereits erschöpft oder hat seinen Sinn erfüllt. Das wäre also etwas ganz anderes, als etwas zu erwerben, um es zu konsumieren, zusammen auszustellen, zu zeigen oder was auch immer. Und man hat ja da hier auch Hinweisen natürlich auf diesen gewandelten Kreislauf der Ökonomie.
Weil es ist ja absurd, was für Codierungen an der Börse stattfinden, also von Firmen, die die am höchsten dotierten oder kotierten Firmen sind. Solche, die überhaupt keinen positiven Umsatz machen, die nichts erwirtschaften, gar nichts sehen, keinen Profit abwerfen. Da merkt man doch schon, dass die alles, was mit dem Finanzsystem zu tun hat und da gibt es ja genügend Literatur dazu eigentlich ein in sich delirierendes Warnsystem ist. Das ist ein Warnsystem, das ich selber als Warnsystem nicht mehr wahrnimmt.
Mehr brauche ich eigentlich nicht dazu zu sagen, sondern man kann das nur von außen beobachten. Das gilt im Grunde dann auch für die für die neuen Popstars oder die diese Megafiguren, die ja auch irgendwo impulsiv sind und von denen man dann auch nicht mehr sagen kann, was denn eigentlich ihr künstlerisches Projekt wirklich ist, weil das wechselt ja mal so, mal so strategische Platzierung. Das ist im Grunde wie. Wie Anlagespekulation Funktioniert das?
Man hat so einen Instinkt, was man machen muss, machen soll. Aber das hat ja mit einem künstlerischen Projekt nichts zu tun. Und ich finde, diese Verschiebung, das ist interessant, dass du das so ablehnst oder für völlig gewöhnlich hältst, dass das mit dem Performativen zu tun hat. Das ist vielleicht unser Altersunterschied von zwanzig Jahren, spielt hier lebensgeschichtlich eine Rolle.
Ich kann mich sehr gut erinnern Da waren was in den sechziger Jahren es war eine Sensation war, Kunst als performatives Geschehen plötzlich wahrnehmen zu können. Also Leute wie Dan Graham, die als Künstler agierten, dann noch mit einer Videokamera und bestimmten Schlaufen usw. Oder andere, wo dieser Vollzug eines. Das Werk als Performance, als etwas Flüchtiges wie beim Theater, aber etwas, was nicht eine Partitur wiedergibt.
Natürlich hat der Künstler eine Partitur, aber nicht das Publikum. Also dieses Beiwohnen an solchen Dingen, das dann natürlich übergeht in Happening, was wieder was anderes ist. Ich kann mich schon. Ich kann mich erinnern, dass das dieses Heraustreten aus den Kunsthallen, aus den Museen, dass es vorher so nicht gab.
Ich war also in den ersten Jahren als Zuschauer dabei. In den sechziger Jahren dieses Geschehens, und das hatte ich schon, das hatte schon etwas Ungeheuerliches, auch in der Befreiung von einem Fetischwerk, also von einer Verdinglichung. Ja, inzwischen ist das natürlich wie an jeder Kunsthochschule zu beobachten. Also alle machen.
Wenn ich schon lese, es gibt wieder mal eine Performance zur Eröffnung von einer Diplomfeier oder einem Rundgang. Es muss, es muss eine Performance sein. Dann liegt irgendjemand in einer Ecke und hustet dreimal und robbt quer durch den Raum. Und das ist dann die Performance.
Es ist von einer Dämlichkeit und es hat nur noch Es hat ja nicht mich. Es klingt so, als ob ich mich lächerlich machen würde darüber, aber eigentlich beleidigt es mich, weil es hat etwas Trauriges, dass eine Verweigerung der künstlerischen Arbeit so schnell ein Ausdruck findet in einer Selbstgefälligkeit. Ja, also dieses Selbst. Es bleibt nur das Selbst inmitten eines gesetzten Schwachsinns, ohne Anstrengung, einer Überschreitung oder einer Umformung.
Es ist das unmittelbare Jetzt und so sein. Ist das auch eine Schlüsselerfahrung? Ist das auch ein Schlüsselerlebnis, ein ästhetisches für das, was du für die kybernetische Gesellschaft für typisch heißt? Oh, das weiß ich jetzt nicht.
Jetzt war ich noch dort. Also ich war ja erst mal voll bei dir. Das ist ja, das ist ja der Grund, warum ich jetzt diese Performance erstmal so auch so ablehne, weil es halt einfach Kitsch geworden ist. Also es ist ja in Wahrheit, das ist natürlich gesorgt, das ist halt in weiten Teilen einfach ein furchtbarer Kitsch.
Es ist ja auch irgendwie selber auch ein bisschen mit Performance beschäftigt und auch ein Happening gemacht und so, das ist ja nicht so, dass ich die Faszination nicht nachvollziehen kann. Nur es geht dann immer noch Qualitätsunterschiede. Danke, das ist lieb, aber trotzdem ist es ja so, dass man das Wort eigentlich schon gar nicht benutzen kann, um irgendwas zu beschreiben, weil sofort bei jedem auch zu Recht. Die, die.
Wahrnehmung zugeht da wie gesagt performativ. Dann ist eigentlich jeder mit Verstand eigentlich weg. Mittlerweile gedanklich. Er sagt bitte nicht so, also deswegen kann man das Wort eigentlich nicht benutzen.
Aber es ist schon so, dass die Performance wahrscheinlich dass. Also sagen wir so, ich habe da so einen kleinen Teil drin, wo es darum geht, auch um das Jetzt wieder um den Erwerb und um die um die Ökonomie. Und in der kybernetischen Gesellschaft ist die läuft diese diese Ökonomie eigentlich nur noch als als als performatives Ritual. Also das wird zwar noch gespielt, das ist jetzt alles spielerisch.
Es wird zwar nach wie vor werden all diese Handlungen der der Ökonomie, die werden nach wie vor vollzogen, aber halt nicht mehr mit der Notwendigkeit, sondern weil sie sind in irgendeiner Art und Weise. Ich weiß nicht, ist ritualisiert. Der richtige Begriff ist ritualisiert. Sie sind in Rituale übergegangen.
Man macht sie weiterhin. Sie haben auch ihre Bedeutung. Sie sind wichtig, aber sie haben vielleicht andere Bedeutungen bekommen. Also sie sind dann, äh, welche auch immer.
Das wäre jetzt vielleicht noch mal zu. Ja, also Sie haben andere Bedeutung bekommen und Sie haben nicht mehr die die ursprüngliche Bedeutung. Ich muss keine Ahnung. Also die einfachste Bedeutung.
Sie muss ein Lebensmittel kaufen, um zu überleben oder Lebensmittel erwerben, tauschen, wie auch immer. Und das hat sich ja übrig. Und jetzt ist man dann vielleicht an dem Punkt, wie du, wie du gesagt, wie du sagst, also der der Erwerb irgendwie ist jetzt oder die die die die ist jetzt performativ als ein Gefühl des Daseins, der Existenz oder das der Veränderung. Vielleicht geht es darum, vielleicht verändert in irgendeiner Art und Weise irgendeinen Zustand?
Ich weiß es nicht. Ist vielleicht auch gar nicht so wichtig, aber das wäre dann. Das wäre für mich so eine, so eine entscheidende. Das wäre für mich ein Unterschied.
Also dass diese diese ökonomischen Handlungen oder die Ökonomie ist eigentlich ritualisiert, sie ist eigentlich nicht mehr. Und das deutet sich ja eigentlich zunehmend an den verschiedensten Stellen. Jetzt ist die Frage Wird man das durchhalten können? Also kann man diese, diese, diese Ökonomiesimulation?
Können wir die, die aufrechterhalten oder wird es jetzt? Wird dieses Warnsystem, wie du es beschreibst, bricht das jetzt irgendwie noch mal zusammen? Das ist, finde ich, schwer. Man würde dazu neigen, sagen Ja, das muss irgendwann alles mal ein Ende haben.
Aber wenn ich jetzt die kybernetische Gesellschaft ernst nehme, dann würde ich sagen Nein, Das wird vielleicht noch mal verschiedene Qualitäten haben. Wenn wir die Utopie, die utopische Komponente der kybernetischen Gesellschaft ernst nehmen und sagen Ja, also irgendwann werden wir die Subsistenzprobleme lösen, einfach dadurch, dass wir so effizient produzieren können. Dann könnte sich dieses Warnsystem eigentlich in Zukunft weiterentwickeln und ausformulieren und blühen und verschiedenste Varianten annehmen. Es ist wirklich fantastisch.
Es ist ja, wenn man sich von dem unter anderem mit dem Freund, mit dem ich da am Wochenende unterwegs war, der ist selbst Hedgefondsmanager und der hat mir dann erzählt von einem Produkt, das sie da gerade kreieren. Und der war das völlig einig, dass das also elaborierte Konzeptkunst ist eigentlich. Und auch Frank ist sich der Tatsache bewusst zu sein, das ist von der Komplexität, das ist ja alles nur noch fiktiv und baut auf anderen Fiktionen auf und wird dann mit neuen Fiktionen verschachtelt. Und am Ende wird es dann wieder irgendwo am Fenster wieder Eingang.
Ja, ja, mach weiter. Ja, es ist schon, äh. Es ist. Es ist ein Warnsystem.
Ja, es ist, ähm. Es ist ein Fantasysystem. Es ist ein. Es ist ein.
Ein fantastisches System. Gut, das kann man auch so sagen. Ja. Oder ein phantasmatisches, phantasmatisches System?
Wahrscheinlich noch. Genau. Ja. Ja.
Also, das mit dem wahnsinnig, Selbst wenn ich ein Reizwort gewesen sein, sondern nur, wenn sich eine Illusion oder ein Phantasma wirklich verselbständigt, so dass es sich selber nicht mehr wahrnimmt, sondern nur dadurch wahr wird, dass es sich ständig am Laufen hält. Das ist so das Phänomen, was ich meinte, und deshalb sind die Akteure natürlich austauschbar. Die können dann wieder verschwinden und dann gibt es wieder ein nächstes und so vielleicht nicht. Ich meine, gut.
Elon Musk hält sich relativ lange, aber er macht ja auch nicht nur Pfund. Also gut, er macht viele phantasmatische Dinge, aber er macht auch viele reale Dinge und und eben nicht nur. Er ist immerhin Ingenieur und produziert und baut Autos. Und noch schlimmer Datenübertragungs Satellitensysteme.
Ich habe die mal gesät. Vor zwei Jahren saß ich in Südfrankreich, Sommers, wo man den Himmel sehr, sehr gut sieht. Da habe ich Plötzlich sagte ich zu Christina Siehst du das? Was ist das denn?
Eine. Eine Kette. Es hat ausgesehen wie so transkribiert. Ein Martinsumzug mit den Laternen, aber schön in Reih und Glied.
Eine Reihe also militärisch ausgerichtet. Ziehen so fünfzig, ungefähr fünfzig, so lichten sie in einer Kette über den Himmel. Da habe ich gesagt Siehst du, das ist jetzt nur, damit du das nicht verstehst. Ich kann dir sagen, was das ist.
Das ist jetzt Elon Musks Datentruppe, die da am Himmel ihre Bahnen zieht. Also, das gibt's. Und natürlich ist diese. Diese Erfindung der.
Jetzt weiß ich gar nicht mehr, wie es heißt. Es spielt auch gar keine Rolle. Natürlich insofern genial, weil es da nicht um irgendwelche großen, also großen Maschinenteile geht, sondern um viele kleine. Die werden ja generiert wie ein Ejakulat.
Die werden ausgespuckt. Hunderte. Und da sehen Sie schon wieder da. Also, ich wollte damit nur sagen, dass in einem Körper, den man ja vieles sagen kann, also der.
Ich glaube, der ist noch in der Lage, seinen Wahnsinn zu beobachten. Ich meine, der weiß, dass er. Wahnsinn! Das wäre meine Frage jetzt.
Ich bin sicher, ich bin sicher. Deshalb versucht er ja seine seine kybernetische Transformation. Macht er ein Stellgrößen, die er ja ausprobiert, von Trump bis zu den Rechten jetzt im Moment. Das kann aber auch ändern.
Er ist ja nicht festgelegt. Jetzt findet er gerade die AfD ist diejenige Stellgröße, mit der man hier das Hirn quälen kann. Es kann aber übermorgen schon wieder was anderes sein. Überhaupt keine Frage.
Ich meine, dass er jetzt eine Klage führt gegen den, gegen welchen Artificial Intelligence Entwickler, an dem er partizipiert. Ich weiß jetzt nicht, ob mir ja open ai Genau da protestierte er dagegen. Hunderte von Milliarden Klagen will er haben. Ich weiß aber gar nicht wofür.
Also er weiß es ja auch nicht, weil er sagt Weißt du, weshalb er sie verklagt hat? Ich hab's mitverfolgt. Das ist für mich das. Also das ist überhaupt der Beleg dessen, was sie sagen kann.
Ich habe es verstanden. Was? Du. Was?
Du denkst hier. Der Grund ist. Er hat sie verklagt, weil sie ihre Produkte nicht unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die Abmachung war dazu verklagt, dass sie für hunderte Milliarden Dollar.
Ich meine. Andere würden klagen, weil sie noch mehr Geld wollen. Aber das ist in dem Fall offensichtlich. Gut.
Wenn man gewinnt, kriegt er natürlich das Geld. Die anderen sind ruiniert. Also das ist natürlich alles Gambling. In der Tat.
Also, das ist, wenn du sagst Spiel. Ich würde dann sagen, Gambling noch. Also so auf diese Risikospiele, da müsste man die Spieletheorie von der Logik her vielleicht doch noch mal sich vornehmen. Also diese Spielphilosophien, da gibt es ja Agonale Spiele und es gibt kompetitive Spiele und es gibt Schwindelspiele und es gibt Risikospiele usw Also man müsste dann schauen, was für ein Typus Spiel wird denn gespielt?
Und das ist das ist nicht immer dasselbe. Ich glaube, dass dieses Spiel, dass ein Buch, das in den vierziger Jahren geschrieben hat, der französische Ethnologe sehr klug, sehr klug, die Gesellschaft und die Spiele. Eine Analyse müsste man vielleicht auch mal raus. Ja, also der Guido Bock hat da vieles auch rausgezogen.
Ja, okay, egal. Also das sind so die die Referenzen. Ich glaube, dass das, weil das für ihn sieht das natürlich aus Ethnologe sind das anthropologische Grundbedürfnisse, das Spielen also in der ganzen Naivität von Spielen wie bei Schiller wahnsinnig schön formuliert vom Schwaben Schiller war ganz ist der Mensch nur im Spiel. Da würde man heute auch fragen Ja, aber sag doch noch Friedrich, in welchem Spiel ist der Mensch ganz auch ganz gemein, zum Beispiel.
Also das heißt, diese Ebene. Das hat man anscheinend, oder verstehe ich das richtig, dass du meinst, das ist vielleicht so wie eine Schlüsselkategorie für das, was du die Phänomenologie nennst in der kybernetischen Gesellschaft, also das, worum es geht, eben nicht um die Subsistenz und den Erwerb und das Profil. Ja klar, nein, das ist und das ist gut. Dazu müsste man ja, es ist Spiel.
Es wird natürlich alles zum Spiel. Irgendwie ist es ist das ist dann vielleicht auch noch das ist dann der der der positive Aspekt also es ist ja auch schon da, aber es ist nicht so ganz klar, es ist jetzt eine Dystopie, es ist eine Utopie. Und muss ja auch nicht. Also es ist das ist dann der positive Aspekt.
Wir haben bestimmte, also bestimmte Probleme lösen sich auf in der kybernetischen Gesellschaft. Gleichzeitig kommen natürlich andere, die sind ja gleich direkt am Anfang eingestiegen, kommen hinzu. Die Frage ist, wer teilt zu dieses Systems werden relevanter? Also der Mensch selber verliert vielleicht in gewisser Hinsicht an Autonomie, aber gewinnt auch wieder an anderen Stellen an Autonomie.
Deswegen finde ich das irgendwie auch eine veränderte Variante. So, ich fand das irgendwie noch ganz gut, dass wir gerade bei dem Mars rausgekommen sind. Ich finde, das ist. Das ist natürlich ist ja irgendwie schon.
Also so ein, so ein so ein Prototyp, so dass erfolgreiche Kybernetikers, also der ist er ja auch nachweislich er ist ja also ich glaube der, wie du gesagt hast, der, der, der spielt das Ganze, ja, auf den ist das ja spielerisch. Ich finde, für mich wäre noch mal bei dem noch mal eine Frage. Wäre für mich noch mal interessant wie er weil er hat ja unzweifelhaft eine hohe Intelligenz und er ist ja in der Lage zu verstehen, was diese Effizienzsteigerung bedeuten. Und er müsste, also er muss eigentlich auch partizipieren, dass diese extreme Effizienzsteigerung, die davor stehen, früher oder später eigentlich auch meines Erachtens die Idee von Kapital eigentlich zerstören, weil wenn, wenn, wenn die Ons Kosten null sind, dann ist Kapital wertlos, also kann man es von der Arbeit ableiten.
Aber so im großen Ganzen. Und er muss das eigentlich. Muss er das? Muss er das verstehen?
So wahrscheinlich? Weiß nicht. Und trotzdem propagiert er es ja sehr stark. Also das und es würde mich.
Also wahrscheinlich ist es für ihn wirklich ein Spiel. Also ich glaube ja. Also. Aber ein sehr ernstes Spiel.
Es ist ein sehr ernstes Spiel. Ich will gleich dazu sagen, ich habe mich mit Maske nicht sehr tief beschäftigt. Also insofern bin ich jetzt hier nicht. Haut mich nicht so befähigt, hier wirklich profunde Urteile über diese Fragen abzugeben.
Aber ich habe den Eindruck, dass er ein im Ernst agierender Spieler ist. Permanent. Und ich glaube auch, dass er ein hohes Bewusstsein hat über das, was er tut. Aber wie alle natürlich nicht ein Bewusstsein in Bezug auf alles.
Also vielleicht macht er das ist das in der Matrix Der Fehler von Guy war ein agonaler Spieler, der wirklich aus der Dualität von Leben und Tod ein Spiel macht, im Bewusstsein, dass es auch schiefgehen kann. Sonst würde er sich auch nicht. Sonst würde er auch nicht davon reden, dass man nie einen Planeten den untergehenden Planeten irgendwie verlassen muss und so, um dann irgendwo anders hinzugehen, weil man dann noch geschützter leben kann. Noch mal es gibt ja in dem Zusammenhang gibt es ja ein ganz interessantes Dilemma und der steht da.
Es steht da vor dem und das ist ja wahrscheinlich ein Dilemma. Also er steht ja vor der Variante, er kann zwischen zwei Dingen wählen. Das eine ist reichster Mann der Welt oder erster Mensch auf einem anderen Planeten und das finde ich schon faszinierend. Was mich fasziniert ist, das ist ja die die entscheidende Entscheidungsbaum bei ihm.
Also er kann sich zwischen zwei Varianten stellen, die völlig out of reach sind für jeden von uns. Und das ist aber das Dilemma, vor dem ihr eigentlich steht. Weil wenn er dann auf den Mars geht, der könnte also der erste Mensch sein, der dann auch wirklich als erster Mensch auf dem Mars dann. Mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Geschichte der Menschheit eingeht.
Also auch wirklich lange. Ich glaube, das ist. Ich glaube, es gibt so so viele Taten gibt es nicht, die wirklich, sagen wir mal ein tausend Jahre überdauern. Aber der erste Schritt auf dem Mars.
Ist wahrscheinlich so eine. Vielleicht sogar länger, vielleicht sogar noch länger. Oder er kann sich entscheiden. Er kann hier bleiben, kann weiterhin reichster Mensch der Welt bleiben?
Es ist schon. Ja. Ich muss herausfinden, Muss herausfinden. Aber ich finde, ich bin.
Ich finde ich eine lustige. Amüsiert mich die Vorstellung, dass man sich zwischen zwei solchen Varianten. Aber gut, es gibt natürlich die, die eine Frage ist also, die den beiden zugrunde liegt, ist wie schafft man überdauernden Ruhm? Also wie ist da eingeschrieben.
Und was hat er für eine Attraktion? Gut. Soll er es nicht. Muss es ja nicht interessiert.
Vielleicht kriegen wir vielleicht erfahren, was noch. Aber er ist auf jeden Fall. Er ist auf jeden Fall so eine prototypische Figur. Ob er jetzt eigentlich löst?
Sich, würde ich sagen, löst sich eigentlich schon in der in der kybernetischen Gesellschaft dann schon soweit auf, dass es. Das die User schon irgendwie nivelliert werden, weil sie sich ja auch in so einer so einer Symbiose mit den Systems befinden. Also es ist eher so ein so ein so ein fluktuierendes System, in dem jetzt nicht unbedingt diese. Ich glaube das wäre dann schon was.
Die Kybernetik der kybernetischen Gesellschaft löst sich schon einiges auf. Also das wäre dann glaube ich schon die kann nicht funktionieren mit solchen extremen Unterschieden, wie sie jetzt herrschen. Ich glaube, dass. Es schon irgendwie wieder zu einer Angleichung kommen.
Auch wenn auch Wohlstand löst sich dann dem Entgehen auf. Also deswegen würde ich sagen, ist auch so eine Figur wie Musk dann keine Figur, die in der kybernetischen Gesellschaft noch existiert. Also so in der Vorstellung, wie sie bei mir derzeit herrscht. Aber das ist ja, ich weiß ja auch nicht was anderes.
Nein, ich meine, die Frage war, die ich auch hatte beim also zuerst beim Lesen. Das hat ja auch ein bisschen etwas irritiert und das, was du da so versammelt hast, weil ja, es ist so, so ein Text, der der ist zum Teil analytisch, zum Teil begründet er auch Begrifflichkeiten, zum Teil springt aber auch weiter in assoziative weitere Felder oder behauptet dann wieder etwas Neues und und. Also es ist nicht manifest, es sind ja nicht wirklich Thesen, aber es sind so so Setzungen mit mit Brüchen, also Setzungen. Und ich habe mich dann gefragt, mal ganz grundsätzlich, was eigentlich kybernetische Gesellschaft heißen könnte, weil ich kenne Kybernetik als Wissenschaft und Aussteuerungstechnologie.
Und wenn ich sie von dem neunzehn hundert acht und vierzig klassischen Basiswerk von Norbert Wiener, also Kybernetik als Steuerung von Verhaltensweisen in Menschen und Maschinen, so der Untertitel ungefähr her habe, dann würde ich sagen, müsste eine kybernetische Gesellschaft eine gesteuerte Gesellschaft sein, also eine oder eine sich selbst steuernde oder eher letztere, eine sich selbst steuernde Gesellschaft. Aber ich sage Jawohl, Kybernetik, weil das. Dort gibt es zwar eine Stellgröße, die man eingeben kann, in der Regel. Aber wenn Sie lernen, das System Kybernetik zweiter Ordnung würde würde dann mit den mitbestimmt Outputs ein Input verändern oder sich so selber regulieren oder selber steuern.
Das ist damit gemeint mit der Kybernetik gesehen? Das würde ich sagen. Und dann ist die Frage Was sind die Steuerungsgrößen eigentlich? Weil ein kybernetisches System wie eine Heizung mit Thermostat ist ja einfach zu erklären Das Thermostat misst die Temperatur und wenn es zu hoch ist, sagt er der Heizung Jetzt fahr mal runter.
So, das ist ein Kreislauf, da kann man sich sehr gut vorstellen. Aber wie ist es? Was ist es in der kybernetischen Gesellschaft? Also zum einen ist es selbstregulierend.
Das haben wir gesagt. Es gibt verschiedenste Steuerungsgrößen. Alle möglichen Formen, alle Metriken. Die, die, die sich die sich überhaupt finden lassen, sorgen für Feedback, werden wieder eingespeist, werden eingelesen.
Aber das war dann so der, der der zweite Teil, der hintere Teil ist, dann die Impulse. Die setzt dann doch nach wie vor der Mensch in der kybernetischen Gesellschaft. Das ist ja die so ein bisschen die Pointe der Geschichte ist ja, dass der also der Mensch ist eigentlich der, der dann den den Input in die Systems doch immer wieder geben muss, weil die Systems letztlich, auch wenn man sie komplexer bauen, eigentlich dann am Ende doch irgendwie deterministisch bleiben. Und es kommt dann das da kommt dann natürlich dann das hast mich ja gefragt, dass das Unterbewusste und das Unbewusste, was das Unterbewusste, das Unterbewusste, das Unbewusste gibt es nicht eins von beiden unterbewusst also beide in der in der Theorie von Freud, der ja diese Themen und Begriffe wirklich geprägt hat.
Man kann natürlich weitere Begriffe einführen, das gibt das Unterbewusste nicht. Es gibt Bewusstsein und Unbewusstes und es gibt ein Übrig und es gibt es und es gibt eine. Es gibt ein Unbewusstes ist vielleicht wichtig, weil natürlich das Unbewusste kann auch kollektiv sein, ja, was das andere, das ist mehr so die Frage, die mit dem Träumen zu tun hat Was gibt es latent, Was ist Latenz, was ist Latenz, was manifestiert sich, was bleibt? Latent latent sind natürlich halbbewusste Dinge.
Aber gut, das ist jetzt vielleicht eine begriffliche, begriffliche bestehen auf einer Präzision, die an einer historischen Denkfigur geschuldet ist. Also wenn man, man kann das ja definieren, wie man will. Ja, ich fand es dann aber doch gut, dass es gefragt hast, weil es das Unbewusste. Das Unbewusste ist das kollektive Unbewusste, nennen wir das jetzt mal irgendwie.
Und das Unterbewusste, das hat dann für mich dann schon mittlerweile auch. Ich würde mir selber schwer, es zu sagen, aber dann doch so eine spirituelle Komponente. Also eigentlich ist er bin. Irgendwann habe ich ihm halb im Spaß, halb im Ernst, man weiß es nie so genau habe ich für mich das dann das Konzept, das Konzept des Menschen als Interface entwickelt.
Also es gibt da auch so eine Arbeit von mir, die ich jetzt auch in der Kunsthalle mit dabei. Aber irgendwann habe ich gesagt okay, der Mensch ist. Ich weiß nicht, wie ich darauf kam, es ist jetzt auch egal. Der Mensch ist ein Interface, zwischen dem ich sage jetzt mal dem an dem Unbewussten und dem und aber auch dem Unterbewussten, dem Tief in uns drin, also einer spirituellen Kraft und dem, was, dem Außen, also der Realität in irgendeiner Art und Weise.
Und dazwischen agieren wir. Und die Frage stellen, die damit verbunden war. Deswegen kam ich da irgendwie zu. War dann die Frage Was passiert denn jetzt nun mit dieser digitalen Vernetzung?
Auf welcher Ebene läuft die denn jetzt? Und es ist die jetzt funktioniert die jetzt auf der Ebene des Weltlichen? Wie auch immer. Oder ist es etwas, was eher in eine stärkere Bewusstseinstechnologie.
Ich weiß nicht, ob du mir so richtig die Begrifflichkeiten vielleicht ein bisschen unscharf, aber ich glaube, so ein bisschen kann man sich so eine Vorstellung davon bekommen. Und wir dazwischen sind also die. Der Mensch ist also in dem Zusammenhang ist so wir sind so eine Art Gatekeeper zwischen diesen verschiedenen Sphären und dann ist der Mensch eben auch Teil dieser und dann kommt es dieser diese Verbindung zu der kybernetischen Gesellschaft. Wir sind dann sozusagen diejenigen, die durch uns hindurch zum einen mit der kybernetischen Gesellschaft verbunden sind und gleichzeitig den Zugang zum, zum Spirituellen, zum, während das Göttliche in uns drin bereitstellen.
Und dadurch kommt dann diese Kraft in das Neue herein. Also das wäre so die Gesamtkonzeption dieser dieser. Na gut, also Bekenntnis zur Metaphysik eigentlich ja, ja, bin ich natürlich eher skeptisch als nominalistisch verbildeter Philosoph. Sagen wir es mal so, bin ich da eher skeptisch, dass das Metaphysische Grundbedürfnisse gibt oder so, das sei gar nicht bestritten.
Und das sind natürlich auch gesellschaftliche Rolle spielen. Man hat auch heute den Eindruck, dass die Spiritualität ist ja auch so etwas Performatives geworden. Das ist ja auch nicht zu übersehen und das Mystifizierende natürlich auch. Also diese Art von wie du dann schreibst, Transzendenz.
Aber ob man das wirklich so in dieser, in dieser Kraft des Direkten setzen kann, wie du das jetzt gemacht hast? Gut, das ist eine deine Auffassung. Ich habe da so meine Zweifel, ob das. Also ja, ich habe da meine Zweifel.
Ich würde das nicht sagen in dieser affirmativen Steigerungsform. Das sind also schon nur, dass das Spirituelle dann schon das Göttliche sei oder gar Gott noch mal? Wenn ja, welcher und was das eigentlich bedeutet für die Selbstbestimmung des Menschen. Also ich würde da natürlich lieber über.
Also man muss da unterscheiden, es gibt ja generative Systeme in der Natur und es gibt auch generative Systeme in der Informatik und in der KI und in der Algorithmik. Und dieses generative, also dieses sich selbst steuernde Element, also selbststeuerndes generatives Element, das würde mir reichen persönlich, weil das heißt ja, dass etwas nicht einfach deduktiv algorithmisch definiert wird, sondern dass etwas Neues geschieht, dass etwas auch Unabsehbares geschieht. Und da sind ja schon Elemente des nicht Festgelegten, die man mit den höheren Mächten oft ins Spiel bringt, weil die höheren Mächte ja eine Instanz sind, die immerhin die Selbstrelativierung der Menschen zum Ausdruck bringen. Also von diesen Menschen selbst, das ist ja eine Pointe.
In jedem Gottesglauben ist die Selbstrelativierung der Menschen, die aus Gott oder zum Gott etwas so Großes machen, wie sie es sich gar nicht denken, wie sie es aber benötigen, um dem Ganzen einen Sinn zu geben. Und so weit ist das ja noch legitim. Also das sind ja noch erkenntnistheoretische Größen, Gott und das Göttliche usw. Das Unbedingte, das Systemumgreifende, ja das Umgreifende.
Genau das war so ein Ausdruck von Karl Jaspers. Das Übergreifende, das umgreift. Also in die Richtung ging es um die das Bedürfnis nach Transzendenz zu klären, ohne eine Göttlichkeit im Einzelnen Sinne zu setzen. Weil was wäre das Mindeste, was man sagen muss oder sagen kann, ist, dass diese Art göttlich ist, natürlich nichts mit den Göttern der Religion zu tun haben kann.
Das sind dann. Das sind dann volksdidaktische Bebilderung an dieser Stelle des Göttlichen, das natürlich viel abstrakter ist oder viel unbestimmter und viel. Ja, ja, es ist auch egal, wo, welches, welches jetzt. Also nehme ich jetzt mal an, also mindestens da würde ich dann schon sagen Wenn es aber den alten Namen in der nächsten, also mit den großen großen Theologen des Mittelalters, Cusanus oder noch größer Duns Scotus, der hier in Köln begraben liegt, aus Köln auch eine liberale Stadt war und mit so einem Scheißkaff wie heute.
Oh, das ist jetzt ja publiziert. Na ja, gut, ich bin ja nicht mehr Rektor der Kunsthochschule für Medien Köln, deshalb darf das jetzt halt sagen, was ja auch ganz gut tut. Es gibt ja genügend, die das für Geld, Ruhm usw. Also diese Philosophen hatten ja schon die Auffassung und auch beschrieben, dass die Bestimmung des Göttlichen weiter und universaler sein muss, als jede Bestimmung des Göttlichen überhaupt zulässt.
Was heißt das? Das heißt, es gibt nur negative Bestimmungen des Göttlichen. Also es gibt keine positive Besetzung des Göttlichen, weil das ist eine Einschränkung des Göttlichen, ist bereits eine Widerlegung. Das ist eigentlich eine, dass auch Anselm von Canterbury die ganzen nominalistischen Gottesbeweis des Mittelalters und die Theologen, die hatten wirklich noch was auf dem Kasten im Unterschied zu dem heutigen dekadenten Päderastenpersonal aus Rom mit ihren blöden Ornaten und so, äh.
Oder die auch der letzte natürlich. Ratzinger war ein bedeutender Theologe, aber er war bösartig, ein bösartiger Theologe. Das sind keine großen Theologen. Bösartige Theologen sind kleinklein personal des Teufels.
Ja, also ein schwieriges Thema. Ja, es ist ein schwieriges Thema. Sicher werde ich auch salopp an der Stelle ernst. Meine ist wirklich die.
Wenn man das schon meint, dann meint man ein Prinzip. Und da könnte man vielleicht auch noch einen Anschluss finden an die kybernetische Gesellschaft als eine Instanz des Göttlichen gibt, die tatsächlich als Universale gefasst sein muss, weil sie eine Widerlegung jeglicher Einschränkung beinhaltet, sonst wäre sie eine Selbstwiderlegung. Das heißt, habe ich das nicht verstanden, dass muss man sagen. Och, es ist in anderen Worten dasselbe, was ich vorhin gesagt habe Jeder jede Definierung des Göttlichen ist eine Einschränkung des universalen Charakters.
Also deshalb wäre es eine Selbstwiderlegung, dem Göttlichen etwas Positives zuschreiben würde. Man kann nur sagen, es ist eine universale Instanz. Irgendetwas lässt sich Geheimnisvolles im Kern gut. Also man gibt dann die Theologen machen dann was draus, also auch ernsthafte Theologen, die es ja durchaus gibt oder gab.
Wenn er gab als gibt. Ich habe den Überblick heute nicht. Ich weiß auch gar nicht, ob Theologie noch betrieben wird. Ich weiß auch nicht, ob Theologie in dem Sinne noch betrieben werden kann.
Im Rahmen dessen, was sich Kirche nennt, weiß ich nicht, würde es bezweifeln, weil die Denkvoraussetzungen nicht gegeben sind. Nicht die Radikalität, nicht die Offenheit. Weil intern wurde in der Kirche damals, als diese Theorien dreizehn das vierte Jahrhundert und Scotus usw relevant waren, wurde das eigentlich intern diskutiert. Also das wurde ernsthaft intern diskutiert und da wurde sozusagen daran gearbeitet.
Aber das geht heute gar nicht mehr, weil das muss ja alles öffentlich sein. Was soll man denn öffentlich dazu sagen zu so etwas? Da kommt dann wieder die Performance, jetzt auf katholischer Ebene. Die Gebäude Weihrauch, der Koran, der Singsang, die Musik.
Das ist dann das, was das Ritual am Laufen hält. Dieses Ritual ist natürlich wichtig. Es hat einen Stellenwert. Ja.
Ja. Also Kirche ist ja jetzt nicht nur eine Überlegung gibt es eher keine Rolle. Also ich. Vielleicht ist es dann aber auch.
Es ist ja gerade nicht Kirche. Es ist ja sozusagen. Oder? Ich muss jetzt aber auch aufpassen, weil ich da.
Das merke ich selber einfach auch zu wenig weiß. Das merke ich jetzt auch gerade, also dass ich da jetzt ernsthaft insbesondere über Theologie reden könnte und vielleicht auch. Das ist schwierig. Nichtsdestotrotz ist es natürlich schon irgendwie eine Überlegung.
Also diese, diese, diese spirituelle Halt nicht außen irgendwo, sondern halt im Inneren zu suchen. So, und das ist für mich was, was jetzt auch gar nicht so absonderlich ist, sondern ich an vielen Stellen eigentlich beobachte. Und das ist vielleicht auch eine. Eine starke Verbindung mit so einem.
Individualismus, Narzissmus und spiritualistische Spiritualität, wie auch immer die sich dann da irgendwie zusammentut. Aber eigentlich wäre das dann ja eigentlich eine Konzeption ohne Kirche. Ja, so, also es wäre dann ja eine andere ist für eine andere Form, nämlich irgendwie dieses das geht dann eigentlich eher in so eine Form, in so so Geschichten wie Meditation, ähm, ähm, so von solchen Vorstellungen geprägt. Also so Meditation wäre eigentlich so ein so ein, so eine, so eine Vorstellung davon, die also sozusagen durch durch solche Bewusstseinstechniken dann zu Zugang zu.
Metaphysischen Zugängen Zuständen. Schafft. Und davon ist es vielleicht auch geprägt, also von der relativ langen Kung Fu gemacht und da auch immer wieder dann meditiert. Und das war ja auch diese Beschäftigung mit den diesen Ying, wo es ja auch in so einer Art reingeht, wo es ja eigentlich eher in so eine ähm, das sind ja immer so Rituale, die man eigentlich alleine macht und eben eingebettet in bestimmte Weise.
Es ist eine Philosophie, es ist was ist es? Ja, was ist. Daoismus ist eine Mischung aus Religion und Philosophie. Also es geht eigentlich glaube ich eher so in so eine Richtung.
Also das wäre dann vielleicht und das ist dann so dieses auch kann ich verstehen, dass man das auch ein bisschen ablehnt, aber es ist halt doch irgendwie auch so ein so ein Wesen der Zeit, dass man die Leute da sich irgendwie der Suche nach dem, was sie sind, machen. So, das verbindet sich da irgendwie so ein bisschen drin und jetzt ist das natürlich, wenn ich da so Gott mit reinbringe, das ist natürlich ein hartes Wort oder es ist eine ist natürlich noch mal eine andere Kategorie. Ähm. Ja.
ja, darauf hatte ich reagiert und dann mit der Kirche nur etwas exemplifiziert, was als theologisches Problem nicht mehr bearbeitet wird. Deshalb müssen wir keinen Diskurs über die Kirche führen. Das wollte ich dir auch gar nicht unterstellen, dass das eine Rolle spielen würde. Ja, man kann sagen, wenn das, also wenn man sagt, der einfach ein Kennzeichen der Moderne, ich habe das noch im Ohr mit Max Weber und neunzehn hundert zwanzig er Jahre, dass das eherne Gehäuse der Hörigkeit war, der kapitalistische Zwang, die Vorschriften des die Norm und das metaphysische Ausbrechen daraus als Negation von Rationalität, also Rationalität, wirklich als Gefängnis, als Disziplinaranstalt, sehr verbunden mit dem Kapitalismus.
Und da hatten die Religionen auch eine bestimmte Rolle gespielt, Calvinismus, Protestantismus usw und und man sagen kann, ja, es gibt Indizien einer gewissen Spiritualität, die natürlich dann postmodern wären, also nach modern oder modernitätskritisch, weil in der dogmatischen Moderne das ausgemerzt oder ausgeklammert worden ist, das es zweifellos ein spirituelles Bedürfnis gibt und dass das auch zeitgenössisch zunimmt, in Gestalt von Meditation und allem Möglichen. Das kann man ja durchaus ernst nehmen, auch wenn natürlich wieder viele, viele Betrüger sich darum herum versammelt und diese Dinge, aber die sind, die sind schon ernst zu nehmen. Klar, weil Sie sagen, im Kontext eines Thesenpapiers zur kybernetischen Gesellschaft sagt das natürlich etwas aus über die auch. Auch das, was du Ästhetik nennst, über ein Bedürfnis, das über die Subsistenz natürlich hinausgeht.
Und das sind dann immer so Sinnfragen oder Orientierungsfragen, die natürlich. Also ich würde auch nie behaupten, dass das wissenschaftliche Denken oder die Rationalität das einzige sei, was legitimerweise möglich ist, um ein philosophisches Verhältnis zur Reflexion und zur Welt zu gewinnen. Das würde ich überhaupt nicht. Das würde ich überhaupt nicht sagen, auch wenn ich es nicht Positives auszeichnen möchte Von.
Von anderen Dingen. Das müssen dann die Einzelnen tatsächlich schon mit sich selber ausmachen. Aber Meditation, also Innehalten, Nachdenken, das Innehalten, wenn ich das jetzt mal so etwas sehr verkürzt sage, was Meditation auch hat, aber auch abwägendes Denken. Ich meine, ich kann mich erinnern, dass das eines der Gründungsbücher der modernen Philosophie sind.
Ja, die Meditationen von Rene Descartes. Und das ist auch tatsächlich auch eine meditative Philosophie, weil das Reflektieren immer in diesem permanenten Abwägen, Offenhalten, Versuche der Abwehr, vorschnelle Antworten gegen den Dogmatismus und so das. Das wäre sicher so ein. Also ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Meditation und Spiritualität auch sehr stark mit einer wachsenden Skepsis zusammengehen können und gerade nicht mit Suspendieren von Skepsis und Nachdenken.
Und wenn man das so versteht, dann finde ich ja, gehört das in die kybernetische Gesellschaft? Es gibt ja eine Arbeit von mir, die, die gehört da so ein bisschen rein, der ist ja so ein Text, relativ einfach Jesus, Jesus war Realist, just read it on the internet. Also die auch so ein bisschen mit dieser ganzen Geschichte spielt. Also diesen Jesus noch mal anders zu konnotieren und zu sagen okay, er war eigentlich aber eigentlich einer, der sich mit der Transzendenz beschäftigt hat, aber eigentlich auf eine gewisse Art und andere andere Art und Weise.
Und dann wird auf einmal wird der Jesus in dem Moment dann auch eher so wird er halt performativ. Ja, ja. Ist das das Schlusswort? Jesus wird performativ oder wurde vielleicht Ja.
Ja, Warum nicht? Wir haben ja sehr intensiv und konzentriert geredet über doch Längere Zeit. Ich merke, für mich hat sich jetzt so ein Bogen geschlossen. Wir haben auch die ganze, die ganze Pointe einmal durch.
Ja, das ist interessant. Ja, es ist. Ich finde, das ist halt auch ein. Ich meine, es ist natürlich komisch.
Hör, mir fällt es selber schwer zu sagen, weil wir irgendwie auch Menschen sind, die auch von diesen Autonomievorstellungen geprägt sind. Und der Mensch handelt und selbstbestimmt. Und gleichzeitig merken wir, wie dieses Paradigma gerade nicht mehr so richtig funktioniert. Also der Glaube an dieses Paradigma geht so ein bisschen.
So, und jetzt komme ich an und sage ja, der Mensch, also als Interface irgendwie zwischen dem Göttlichen in einem drin und deiner Welt da draußen. Und dann ist man also an dem Punkt, dass man sagt Also, Gott wirkt jetzt. Ich habe es jetzt noch aufgenommen. Also Gott, Gott wirkt jetzt.
Gott wirkt jetzt durch mich hindurch. So, das ist natürlich erst mal ein Affront eigentlich. Also es ist ja eigentlich fast das ja nicht mehr zu dem, was man jetzt irgendwie gesagt hat. Und gleichzeitig muss man aber auch sagen, wenn man sich auf den Gedanken einlässt, dann verstehe ich, warum man warum Menschen glauben.
Also weil man dann irgendwann dadurch, äh, wenn man sich auf den Gedanken einlässt, hat das was Positives. So und ähm, es ist aber auch klar, dass das natürlich eine ähm, dass das jetzt natürlich nicht unbedingt mit der Aufklärung zusammen spielt. Also das nicht. Wobei das auch nicht stimmt.
Also es ist nur nicht mit dem. Also Gott ist dann halt nicht mehr tot. So, also er lebt dann auf einmal wieder mit all den Problemen, die man damit dann beendet hatte nämlich. Und deswegen bin ich da jetzt auch selber.
Ich ich sage ja auch Ich bin. Jetzt bin ich. Ja, ist sehr gut, dass wir die Pfaffen verscheucht haben und dass uns nicht irgendwelche Leute mehr am Sonntag sagen, was wir zu denken, zu tun haben. Aber andererseits merkt man auch, dass möglicherweise bestimmte Denkfiguren auch irgendwo momentan direkt ans Ende kommen.
Aber die, die verstehen sie die Bedeutung? Mein Vorschlag ist, dass sie zu ernsthaften Themen, als dass wir die jetzt einfach anhängen sollten. Vielleicht führen wir ein Gespräch über Aufklärung und ihre Grenzen und so das, was du jetzt angedeutet hast. Ich finde, das ist durchaus ein Thema, was man gesondert behandeln soll.
Wir lassen es als Teaser jetzt stehen, Wir machen hier Schluss, Schluss und nehmen das noch mal zusammen auf. Ich muss noch mal aufs Klo und dann wollte ich gelegentlich auch morgen früh raus. Und jetzt haben wir hier aber ein komisches Schluss. Na gut, dann müssen wir uns.
Also. Ich schneide es irgendwo raus.